bullet2 25 Jahre Nachrichtentechnik

25 Jahre Abteilung Elektronik.

 
25 Jahre sind in der Geschichte ein kurzer Abschnitt, in der Elektronik aber eine große Epoche. Ende der 60-er Jahre war die Entwicklung der FM-Rundfunktechnik noch voll im Gang. Das Fernsehen hat gerade erst Farbe bekommen und die Nachrichtentechnik bestand hauptsächlich aus Radio, Telefon und einigen Funkanlagen. Die Halbleitertechnik begann die Elektronik zu revolutionieren. Damit begann ein unglaublich rascher Entwicklungsprozess und es erschlossen sich durch diese neuen Technologien weitere, bisher ungeahnte Anwendungen in allen Bereichen unseres Lebens. Keine Entwicklung hatte bisher so nachhaltig unsere Zeit geprägt wie die Elektronik.
In diese Zeit eines explosionsartigen Fortschritts in der modernen Elektronik und Telekommunikationstechnik am Anfang der 70-er Jahre fällt die Gründung der Abteilung Elektronik mit dem Ausbildungszweig Nachrichtentechnik. Die größte Herausforderung in den vergangenen 25 Jahren war die laufende Anpassung des Ausbildungsstandards an den jeweils aktuellen Stand der Technik um unseren Absolventen die bestmöglichen Berufschancen zu ermöglichen.
Geschichtliche Entwicklung der Abteilung ELEKTRONIK:
 
Vom Telefon zum Handy, vom Rechenschieber zum Computer.
 
Ausgangslage 1969:
Zu diesem Zeitpunkt gibt es an der HTL Innsbruck 5 Abteilungen (Hochbau,Tiefbau, Kunsthandwerk, Maschinenbau, Elektrotechnik), die im Hauptgebäude in der Anichstraße und einem Stöcklgebäude im Hof untergebracht sind. von 1969-1974 wird zum ersten Mal an der HTL Innsbruck ein Elektronik Abendkurs geführt.
 
1972-1974:  Die Anfänge - Praxis und Theorie
Die Tagesschule startet mit den ersten 2 Klassen der Studienrichtung: Nachrichtentechnik. Die mechanische Grundausbildung muß in den Räumen einer aufgelassenen Fabrik in Mühlau erfolgen. Nachrichtentechnische Werkstätten werden in Räumen einer ehemaligen Druckerei am Innrain und in feuchten Kellerräumen errichtet. Der Unterricht muß unter stark beengten räumlichen Verhältnissen stattfinden.
 
1975:  Ohne Experimente keine Erfahrung
Nach Teilung der Schule (Hochbau,Tiefbau, Kunsthandwerk übersiedeln in die HTL-Trenkwalderstraße) wird Platz frei für die Errichtung des Nachrichtentechnischen-Labors in den Räumen der früheren Malereiwerkstätte im Dachgeschoß.
1975-1985:  Von „Arthur“ zu mehr als 200 Computern
Die Computertechnik steckt noch in den Kinderschuhen. Ein einziger Tischcomputer (liebevoll „Arthur“ genannt) existiert zu diesem Zeitpunkt an der Schule. Es erfolgt die Ausrüstung des Labors auf den damals neuesten technischen Stand und wird eines der modernst eingerichteten Elektronik-Labors in Österreich. Die Mikroprozessortechnik gewinnt immer mehr an Bedeutung.
 
1985-1993:  Vom Unterricht im „Abbruchhaus“ zu modernen Klassenräumen
In 8-jähriger Bauzeit wird die HTL in mehreren Bauabschnitten bis zum Innrain hin ausgebaut bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des vollen Unterrichts. Das N-Labor mußte vorübergehend sogar in die bereits fertiggestellten Räumlichkeiten der heutigen Mensa übersiedeln. Der Unterricht fand teilweise in einem Abbruchhaus statt. 1988 übersiedeln die mechanischen Werkstätten wieder in die Anichstraße. 1988 wird auch ein Kolleg für Elektronik/Informatik an der HTL gegründet.
 
1990-1998:  Die Elektronik erobert den Weltraum
Nach Fertigstellung des Innraingebäudes übersiedeln die N-Werkstätten dorthin und es steht jetzt ein Konstruktionssaal für den Konstruktions- und Projektunterricht zur Verfügung. Über den Dächern wird eine Antennenplattform errichtet und die HTL-Satellitenfunkstation aufgebaut. Internationale Seminarveranstaltungen an der HTL (Satellitenfunk, Digitaler Rundfunk, Mobilfunk) ermöglichten Fortbildung und Industriekontakte für den Lehrkörper. Im Rahmen des Konstruktionsunterrichts entstehen Ingenieurprojekte, von denen bereits 3 bei dem österreichweiten Wettbewerb „Jugend innovativ“ erfolgreich waren.
Situation 1998: Gegenwärtig werden 18 Klassen mit ca. 500 Schülern an der Abteilung "N" von 70 Lehrpersonen in Allgemeinbildung, Fachtheorie und Fachpraxis unterrichtet. Ein neuer Lehrplan, der der aktuellen technischen Entwicklung Rechnung trägt, tritt ab dem Wintersemester 1998/99 in Kraft. Die Studienrichtung wird dann mit ELEKTRONIK / TELEKOMMUNIKATION eine neue Bezeichnung tragen.
Bisher hat die Abteilung ELEKTRONIK / NACHRICHTENTECHNIK ca. 2000 Absolventen hervorgebracht, von denen viele bereits im In- und Ausland in führenden Positionen tätig sind und dort maßgeblich an der künftigen technischen Entwicklung der Elektronik und Telekommunikation beteiligt sind.
 
Künftige Perspektiven:  Telekommunikation global vernetzt
Die Evolution und Entwicklung der Elektronik und Telekommunikation erfolgt mit atemberaubenden Tempo und erfordert laufend eine Anpassung von Lehrstoff sowie dringend notwendige Investitionen zur Erneuerung der technischen Ausstattung und eine ständige Fortbildung des Lehrpersonals, um unseren Schülern eine optimale Ausbildung und Chance im Beruf zu ermöglichen. Die aktuelle
Leitbildarbeit  an der Abteilung Elektronik stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel dar.